Das Lückendorfer Bergrennen von 1960 bis 1970

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1. Lückendorfer Bergrennen der Nachkriegszeit
 

Am 13.08.1961, dem Tag des Mauerbaus. Albert Gärtner agierte als Rennleiter, unterstützt von den Sportfreunden des Zittauer und des Bautzener MC. In der Klasse 125 cm³ siegte D. Graupner vor E. Weickert und J. Knorr.

 

2. Lückendorfer Bergrennen - 29.07.1962
 

Willy Lehmann fährt Bergrekord im Formel III SEG Rennwagen mit 128,5 km/h. Schnellster Motorradfahrer war B. Döhnert auf einer MZ RE 125 mit 110,4 km/h

 

3. Lückendorfer Bergrennen - 04.08.1963
 

Gottfried Aehlig siegt auf einer 250 cm³ NSU bei den 250er Lizenzlern. Heinz Rosner siegt mit einem Durchschnitt von110 km/h als schnellster Motorradrennfahrer des Tages in der Klasse 4.

 

4. Lückendorfer Bergrennen  -  09.08.1964
 

Schwere Unfälle warfen dunkle Schatten. Theo Colditz vom MC Zwickau startet als erster Fahrer der Klasse 4 Ausweis, stürzt kurz nach dem Start schwer und erliegt seinen schlimmen Verletzungen. Daraufhin wurde die Veranstaltung abgebrochen.

 

5. Lückendorfer Bergrennen - 15.08.1965
 

Günter Bartusch (125 cm³ Lizenz) siegt mit 115,5 km/h als schnellster Motorradfahrer des Tages vor Gerhard Thümmel. Als Sieger stehen G. Weser (50 cm³), E. Aurich (250 cm³ A) und J. Megel (250 cm³ L) auf dem Podest. In der F III dominiert H. Melkus das Feld.

 

6. Lückendorfer Bergrennen -  1966

 

Erstmalig erhält ein Bergrennen das Prädikat „Lauf um die Deutsche Meisterschaft (DDR)“ für Rennwagen der Formel III. Helga Steudel beherrscht das Feld der 125er Ausweisfahrer klar. Günter Bartusch und Jürgen Megel siegen in der 125 bzw. 250er Lizenzklasse. Die Sensation des Tages gelingt Willi Lehmann auf dem SEG Wartburg mit dem Durchschnitt von 131,7 km/h – damit steht er bis heute als der absolute Bergkönig in den Annalen der Strecke.

 

7. Lückendorfer Bergrennen - 06.08.1967

 

Ingo Köppe ist schnellster Motorradfahrer des Tages. Heinz Melkus siegt vor Frieder Rädlein und Christian Pfeiffer in der LK I der F III.

 

8. Lückendorfer Bergrennen - 04.08.1968

 

Der „Prager Frühling“ strahlt bis in das Zittauer Gebirge, in den Wäldern lagern die Truppen der „Roten Armee“. Wieder einmal ist ein Fahrer der 125er Klasse schneller als die 250er, E. Mahler siegt vor Ingo Köppe und Peter Weiss.
Tage später rollten die sowjetischen Panzer über die Strecke in Richtung Prag, aufgrund der zerstörten Strecke konnte 1969 kein Rennen ausgetragen werden.

 

02.08.1970 wurde das vorerst letzte Rennen in Lückendorf ausgetragen ...

 

Die finanziellen Mittel für den Neubau der Strecke waren nicht vorhanden. Frank Wendler siegte in der Klasse bis 250 cm³ Lizenz vor dem WM erfahrenen Schweizer Heinz Schmid und Eberhard Hellwig. Erstmalig waren außer den F III „Zigarren“ auch die Rennsportwagen RS 1000 am Start, der erste und letzte Sieger war damit Peter Frank Findeisen.